|
Akupunktur ist eine sanfte Behandlungsmethode, bei der spezielle
Körper-Punkte mit feinen Nadeln gereizt werden. Sie ist Jahrtausende alt und wir glauben, daß sie aus Asien (China) stammt. Daß dies womöglich nur die halbe Wahrheit ist, hat uns “Ötzi”, der Mann aus dem Gletscher
gelehrt. Die Akupunktur strebt den Ausgleich krankmachender Ungleichgewichte der Körperenergien an und lindert so die unterschiedlichsten Leiden.
Allergietestungen führen wir an den Unterarmen durch. Auf feinste Hauteinstiche werden Testsubstanzen mit
den gängigen Allergenen aufgebracht. Die Hautreaktion zeigt eine evtl. Allergie deutlich an.
Aufbauspritzen sind ein probates
Mittel gegen Mangel- und Schwächezustände verschiedenster Art. Die Arznei wird mit Hilfe einer feinen Nadel als schmerzloser Einstich ins seitliche Gesäß eingebracht.
Blutuntersuchungen werden nach der Entnahme im Labor durchgeführt. Die Entnahme erfolgt schmerzlos mit Hilfe
einer feinen Nadel zumeist in der Ellenbeuge. Moderne Entnahmesysteme sind hochsteril und ohne Infektionsgefahr. Untersucht werden nur die erforderlichen und nachgefragten Werte des Serums und das Blutbild.
Eigenblutinjektionen werden z.B. bei mangelnden Abwehrkräften angewendet. Eine kleine Menge (kaum
ein Fingerhut voll) entnommenen Blutes wird mit einem Medikament gemischt und sogleich ins Gesäß wieder gespritzt. Für das Immunsystem des Körpers ist dies ein erprobter Anreiz .
EKG (ElektroKardioGrafie) oder auch Herzschrift ist die Methode, mit schmerzlosen Ableitungen von der
Hautoberfläche die elektrischen Herzaktionen aufzuzeichnen und dann beurteilen zu können. Die besten Befunde erhält man im Verlaufsvergleich des gesunden oder kranken Herzens.
Entspannungstherapie kann erlernt und selbst
durchgeführt werden (Konsequentes Üben und regelmäßige Anwendung sind hier aber Grundvoraussetzung für den Erfolg!) oder passiv durchgeführt werden. In letzter Zeit haben sich verschiedene Methoden des
Bio-feed-backs etabliert. Hierbei werden Körpervorgänge z.B. die Atmung als Schrittmacher für Signalgeber (z.B. Licht und Geräusche) verwendet. Da die Signale vorwiegend unterbewußt wahrgenommen werden und wirken,
treten kaum innere Hemmnisse auf und die Wirkung ist auch ohne jedes Training gut und lang anhaltend, da der Körper wieder Entspannung LERNT. Er kann es ja, hat es aber im Alltagstrubel und Stress verlernt!
Ergometrien werden durchgeführt, um die Reaktion des Herz-Kreislauf-Systems unter Belastung zu
beobachten. Unter steigender Tretlast am Fahrradergometer werden EKG und Blutdruck kontrolliert.
Für Herz-Kranke läßt sich so die Belastungsgrenze individuell festlegen. Für Gesunde ist dies besonders angeraten vor der Aufnahme sportlichen Trainings.
Gesprächstherapie hat zum Ziel, im Arzt-Patienten-Gespräch bekannte oder unbekannte
Krankheitsursachen, oft aus dem mentalen Bereich, aus besonderer psychischer Belastung oder Verstimmung heraus begreifbar zu machen und zu lindern. Ein gefestigtes Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient ist
ebenso Voraussetzung für den Erfolg, wie eine gewisse Konsequenz, gewonnene Erkenntnisse im Alltag umzusetzen. Gesprächstherapie ist also ein längerdauernder, beiderseitiger Behandlungsprozeß.
Gesundheitsuntersuchungen dienen der Vorsorge und Früherkennung von Krankheiten. Die gesetzlichen
Krankenversicherungen räumen diese Vorsorgeuntersuchung allen jungen Menschen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr und den Erwachsenen dann ab dem 35. Lebensjahr in regelmäßigen Abständen ein (Erwachsene alle zwei
Jahre).
GKV-Leistungen also die Leistungen, die die gesetzlichen Krankenkassen für ihre Versicherten
tragen, sind für den Arzt nicht beliebig wählbar und schon gar nicht am fernen Horizont des wissenschaftlich Machbaren orientiert. Der Arzt ist eingezwängt in das Korsett der drei Worte “ausreichend, zweckmäßig und
wirtschaftlich” , die ihm das Sozialgesetzbuch vorgeben. Das Maß des Notwendigen ist obere Leistungsgrenze. Überschreitungen dieser Grenzen können zur Haftung mit dem eigenen Honorar führen. Was “ausreichend”
bedeutet, weiß jeder, der in der Schule war. “Zweckmäßig” ist wohl die unproblematischste Vorgabe und selbstverständliche Maxime ärztlichen Handelns. Die “Wirtschaftlichkeit” aber zwingt den Arzt oft, etwas anderes
zu tun, als was er im Sinne des Patienten möchte. Hier ist vieles unklar und Ermessenssache - und morgen kann falsch sein, was heute richtig war! Am Ende aber haftet der Arzt gegnüber der Krankenkasse. Dies nur als
Verständnishilfe, wenn der Arzt nicht immer so kann, wie der Patient will. Aber als Ausweg bleibt beiden die individuellen Gesundheitsleistungen (IGEL) um einen optimalen Weg für die Gesundheit zu beschreiten. Das
Optimale ist nämlich doch etwas Anderes als “ausreichend”, wie wir aus der Schule wissen.
Hörsturz ist ein plötzlicher, teilweiser oder vollständiger Hörverlust auf einem oder beiden
Ohren. Eine Untersuchung und Dokumentation durch eine Messung (Audiogramm) zumeist beim HNO-Arzt sind unabdingbar. Oft aber liegen die Ursachen nicht in einer Erkrankung des Hörorgans selbst, sondern in einer
krankhaften Reaktion der versorgenden Blutgefäße und des Nervensystems. Auslösend sind oft Streßsituationen, die dem Hörsturz vorausgingen. So ist der Hörsturz eine Domäne der Zusammenarbeit zwischen HNO- und
Allgemeinarzt, denn die erfolgreichsten Therapiekonzepte sind mehrgleisig.
Hypnotherapie (auch Klinische Hypnose oder Heilhypnose genannt) hat mit der landläufig bekannten
“Bühnen-Hypnose” nichts zu tun. Es ist keine “autoritäre” Hypnose, in der ein fremder Wille über einen dominiert. Vielmehr ist es ein entspannter Weg zu sich selbst und den eigenen Selbstheilungskräften. Man ist
tief entspannt (Trance) und dennoch voll bewußt, ein auch im Alltag durchaus bekannter Zustand, den jeder schon erlebt hat, nur vielleicht nicht so tief und klar und heilsam. Unter therapeutischer Begleitung können
dann mentale Fehlsteuerungen (z. B. Hemmungen, Ängste, Süchte) betrachtet, bearbeitet und aufgelöst werden. Bekannt und geschätzt ist der Einsatz der Klinischen Hypnose in der Schmerztherapie.
Hyposensibilisierung (fälschlicherweise
oft auch Desensibilisierung genannt; heute auch “Spezifische Immuntherapie”) ist die langsame Verminderung einer allergischen Reaktionsbereitschaft des Körpers durch Gewöhnung an unterschwellige Mengen des
allergieauslösenden Stoffes. Die anfangs kleinsten Mengen, die unter die Haut gespritzt werden, steigert man dann langsam soweit, bis die natürliche Begegnung mit dem Allergen (z.B. Pollen oder Tierhaare) nur noch
eine geringe oder gar keine Reaktion des Körpers mehr hervorruft. (Mit großen Allergenmengen würde dennoch eine Reaktion erfolgen - deshalb nicht “DEsesibilisierung”.)
IGEL steht für individuelle Gesundheitsleistungen. Hierunter fallen alle ärztlichen Leistungen,
die von der Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen nicht abgedeckt werden (siehe GKV-Leistungen). Hier können dann alle erwünschten, nach dem optimalen Ergebnis zielenden Untersuchungen und Therapien
zwischen Arzt und Patient vereinbart werden. Die Honorierung erfolgt auf Basis der privatärztlichen Gebührenordnung GOÄ.
Infusionstherapie ist die Verabreichung von Medikamenten in größeren Flüssigkeitsmengen über einen
kleinen Nadelzugang in eine (Arm-)Vene für einen längeren Zeitraum (meist 30 bis 90 Minuten). Die Notwendigkeit dieser Therapie ergibt sich in aller Regel aus dem Medikament, seiner Dosierung oder dem Zustand des
Patienten.
Kleine Chirurgie ist das Maß an Möglichkeiten chirurgischer Eingriffe, die in den meisten
Allgemeinpraxen bereit stehen. Hierzu zählen Wundversorgungen, kleine Hautschnitte (z.B. kleine Abszessinzisionen), Entfernung kleiner Hauttumoren, Hautnähte nach frischen Schnittwunden, Entfernung von Nahtmaterial,
Schienenverbände etc.etc.
Klinische Untersuchungen bedeutet hier die Erhebung der Krankengeschichte und die körperliche Untersuchung, meist
symptombezogen, d.h. orientiert an den Beschwerden.
Langzeitblutdruckmessung gibt uns die Möglichkeit den Blutdruck nicht nur “jetzt” zu messen,
sondern auch im Verlauf eines normalen Tages mit seinen körperlichen und mentalen Belastungen, wie er sich in der Blutdruckkurve widerspiegelt zu dokumentieren. Für eine gute Hochdrucktherapie ist dies von Zeit zu
Zeit angeraten.
Proktoskopien und Rectoskopien werden vorgenommen, um einen Einblick in den Darmausgang (Anus) und
die letzten ca. 25 cm des Dickdarms zu gewinnen. Bei Hämorrhoidenleiden (Krampfadern am Darmausgang) oder Blutungen und Erkrankungen im Enddarmbereich ist die Untersuchung unverzichtbar. Sie ist “lästig” aber
schmerzlos. Gute Vorbereitung (Darmentleerung) und schonende Durchführung lassen das Ganze schnell vergessen.
Psychosomatische Erkrankungen sind körperliche Signale der Seele, könnte man schnellhin
formulieren. Welcher Bauherr hat sich nicht ein Magengeschwür geärgert oder welcher ängstlich-nervöse Mensch hat nicht oft “Flugzeuge im Bauch” oder gar Durchfälle. Nur ist es leider nicht immer so einfach und die
Zusammenhänge und Äußerungen des Körpers sind komplex. Elementar wichtig ist, daß Organerkrankungen zunächst ausgeschlossen werden, bevor die Beschwerden auf der psychosomatischen Ebene behandelt werden. Nur einem
Vorurteil sei direkt begegnet: Mit Einbildung hat das Ganze nichts zu tun! Man muß die Signale schon sehr ernst nehmen, sonst führen sie doch zu organischen Dauerschäden.
Psychotherapie ist innerhalb eines geregelten Verfahrens Kassenleistung. Unter den beiden sogenannten
Hauptverfahren “tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie” und der “Verhaltenstherapie” haben wir uns für das erstere entschieden.
Mit diesem Heilverfahren werden psychosozial bedingte psychische und psychosomatische Erkrankungen, Störungen und Leidenszustände behandelt. Nach den ersten (probatorischen) Sitzungen wird zwischen Klient und Therapeut über Sinn und Ziel der Therapie entschieden. In einem anonymisierten Antragsverfahren wird dann die Kostenzusage der Krankenkasse eingeholt. Nach Kostenübernahme wird die weitere tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie mit 25 oder 50 Therapiestunden von je 50 Minuten durchgeführt.
Physikalische Therapie umfaßt bei uns verschiedene Anwendungen von Bestrahlungen und therapeutischen Stromformen
ebenso, wie Schröpfbehandlung, Kompressionstherapie und Inhalationen. Das damit abgedeckte Beschwerdespektrum ist immens und reicht von muskulären Schmerzen einerseits bis zu übermäßigem Handschweiß
andererseits, von Atemwegsbeschwerden bis zur Entstauung von Wasseransammlungen.
Reisemedizin wird heute immer wichtiger, wo jeder gern in die Ferne schweift. Die gesundheitlichen Risiken von Fernreisen können nur durch sorgfältige Vorsorge und kluges Verhalten begrenzt werden. Beratung hierüber und notwendige Impfungen sollten unbedingt rechtzeitig vor Reiseantritt (am besten 3 Monate zuvor) erfolgen. Freunde spontaner Entschlüsse und “Last minute”-Reisende sollten beizeiten ihren Impfstatus komplettieren, damit dann bei Reiseantritt alles schon erledigt ist.
Sonderuntersuchungen sind weder Vorsorge noch krankheitsbedingt. Sie werden veranlaßt
z.B. durch Arbeitgeber, Einschulung, Sportanforderungen.
Tinnitus ist ein andauerndes Ohrgeräusch, oft Pfeifen ähnlich in bestimmter Tonhöhe. Fast jeder kennt es als
Sekundenepisode, aber wenn es verbleibt, kann es schon sehr lästig sein und Tinnitus-Kranke sind erheblich dadurch beeinträchtigt. Als Krankheitsursache muß auch hier ein multifaktorielles Geschehen angenommen
werden, ganz ähnlich dem, was über den Hörsturz (siehe dort) gesagt wurde. Auch beim Tinnitus muß die Thrapie mehrgleisig erfolgen und reicht von medikamentösen Ansätzen, über Anti-Stress-Hilfen bis zu
geräuschmindernder Maskierung durch spazielle Hörgeräte. Frühzeitige Therapie erhöht die Chancen, eine Chronifizierung (Andauern des Leidens) zu vermeiden.
|